Wertschätzung und Lernbereitschaft – Die Säulen der Resilienz | Teil 5

Heute geht es in den Endspurt bei unseren 8 Resilienz-Säulen. Nachdem wir in unserem letzten Blog gut für uns selbst gesorgt und die Zukunft gestaltet haben, werden wir nun unsere Beziehungen und Netzwerke ausbauen und an unserem Improvisationsvermögen und der Lernbereitschaft arbeiten.

7. Säule: Beziehungen, Wertschätzung & Kooperation

Beim folgenden Satz werden Sie sich vielleicht verwundert fragen: „Kann die Autorin kein Deutsch?“. Doch kann ich, das Motto der 7. Säule ist ganz bewusst so gewählt. „Gemeinsam bin ich stark!“
Was will ich Ihnen damit sagen? Die Kooperation mit anderen Menschen kostet oft viel Energie. Sie kann uns aber auch sehr viel Energie geben. Es gibt Menschen, die immer für andere da sind. Sie wollen, dass es der Familie, den Freunden oder den Kollegen gut geht. Während wir schon matt in der Ecke liegen, kommt von ihnen ein Anruf, eine Nachricht über WhatsApp oder ein liebes Wort im Gespräch. Und wir fragen uns dann, wie machen die das? Ganz einfach, sie ziehen ihre Energie aus den persönlichen Kontakten mit den Mitmenschen. Und da sie das nicht als „Pflicht“ empfinden, sondern von Herzen gerne Beziehungen pflegen, kommt die Energie zu ihnen zurück. Sie merken, wie sie ihren Mitmenschen etwas „Gutes“ tun und das gibt ihnen die Kraft. Geben Sie etwas ans Universum und Sie werden es auf die eine oder andere Art zurückbekommen.
Was bedeutet das für unser tägliches Leben? Bauen Sie Ihre Beziehungen, Ihr Netzwerk aus. Das können Sie beispielsweise über ein Ehrenamt tun. Warum schlage ich diesen Weg vor? Normalerweise umgeben wir uns gerne mit Menschen, die ähnlich „ticken“ wie wir. Besonders bereichernd sind aber Beziehungen zu Menschen, die ganz anders sind als wir selbst. Und die finden wir häufig im Ehrenarmt. Engagieren Sie sich in einem Verein, in einer gemeinnützigen Organisation oder vielleicht sogar politisch. Je bunter Sie Ihr Netzwerk gestalten, desto besser.

8. Säule: Improvisationsvermögen & Lernbereitschaft

Das Verlassen der eigenen Komfortzone ist mühsam und löst häufig auch Ängste aus. Aber es lohnt sich! Wenn Sie dem Motto: „Ich schaffe das!“ vertrauen und ihm folgen, dann können Sie mutig neue Wege gehen.
Das bedeutet nicht alles, was Sie bisher gemacht haben von heute auf morgen über den Haufen zu werfen. Vielmehr gilt es das Bewährte zu bewahren, aber immer wieder mit neuen Ideen anzureichern und neue Dinge auszuprobieren. Wenn Sie also ein großer Fan der italienischen Küche sind und jede Woche Ihren Stamm-Italiener besuchen, könnten Sie ja zur Abwechslung mal ein anderes italienisches Lokal ausprobieren.
Wenn Sie Ihre Flexibilität regelmäßig trainieren, dann wir es Ihnen sicher auch gelingen, aus „schwierigen“ Situationen das Beste zu machen. Probieren Sie mutig neue Dinge aus. Es gibt kein Scheitern, sondern jeder Versuch ist eine Lernchance, an der wir wachsen können. Entwickeln Sie geradezu eine Neugier und Freude daran, neue Erfahrungen zu sammeln.
Auch hier gilt, holen Sie sich ggf. Unterstützung, wenn Ihnen die „neuen Ideen“ nicht zufliegen. Fragen Sie Freunde oder Kollegen, was sie in einer ähnlichen Situation tun würden! Wichtig ist aber, es dann auch zu tun. Erinnern Sie sich an Ihren ersten Sprung vom 3-Meter-Brett im Schwimmbad. Je länger man oben steht und runterschaut, desto mulmiger wird einem. Also auf geht`s, springen Sie! Und wenn Sie nach dem ersten Sprung feststellen, dass das nicht der richtige Weg für Sie war, kein Problem, es gibt noch hundert andere.
Jetzt haben Sie alle 8 Säulen der Resilienz kennen gelernt. Im letzten Teil unseres Blogs werde ich die wichtigsten Punkte nochmals für Sie zusammenfassen und Ihnen konkrete Tipps geben, wie Sie diese Säulen in Ihren Alltag einbauen können und somit Stück für Stück resilienter werden.

Autorin: Kirsten Lamprechter

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